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Vor drei Jahren wurden in der Nacht zum 27. September 2014 43 Studenten der pädagogischen Hochschule in Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero Opfer des Verschwindenlassens.

Der Fall hat international Aufsehen erregt und weltweite Empörung ausgelöst.

Bis heute wurde das Verschwindenlassen der Studenten nicht aufgeklärt, die Ermittlungen verlaufen äußerst schleppend und haben bisher kaum Fortschritte erbracht. Die mexikanische Regierung hält nach wie vor an der „historischen Wahrheit“ fest, der zufolge die Studenten von einer kriminellen Gruppe getötet und ihre Leichen auf einer Müllhalde verbrannt worden seien.

Eine von der Interamerikanischen Menschenrechtskommission zur Untersuchung des Falls beauftragte interdisziplinäre Gruppe unabhängiger Experten (GIEI - Grupo Interdisciplinario de Expertos Independientes) hatte diese von der Regierung kommunizierte Version der Wahrheit bereits als wissenschaftlich unhaltbar widerlegt.

Vor allem für die Angehörigen und Freund*innen der Verschwundenen ist das unerträglich, sie finden keine Ruhe, bis das Schicksal und der Verbleib ihrer Lieben aufgeklärt ist. Sie haben ein Recht auf die Wahrheit und fordern Gerechtigkeit und Wiedergutmachung.

Der Fall ist leider kein Einzelfall. Das gewaltsame Verschwindenlassen hat in Mexiko System. Nach offiziellen Angaben sind in den letzten zehn Jahren etwa 32.000 Menschen verschwunden. Die Dunkelziffer liegt vermutlich noch höher, denn zum einen werden nicht alle Verbrechen zur Anzeige gebracht und zum anderen gibt es kein funktionierendes nationales Register.

Am heutigen Internationalen Tags der Opfer des Verschwindenlassens gedenken wir der Opfer dieser grausamen Menschenrechtsverletzung und starten eine Videokampagne anlässlich des Jahrestags von Ayotzinapa am 26. September.

Wir fordern die mexikanische Regierung dazu auf, die Ermittlungen auf der Grundlage der Empfehlungen der unabhängigen Expertengruppe GIEI zügig voranzutreiben und endlich das Verschwindenlassen der 43 Studenten vollständig aufzuklären, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und Überlebende und Angehörige angemessen zu entschädigen.                                                                                                                                                       

  

Erfahren Sie im Interview mit Dr. Rainer Huhle und in der Multimedia-Reportage von MISEREOR mehr über den schwierigen Kampf gegen das Verbrechen und die ermutigende Arbeit der mexikanischen Menschenrechtsorganisation CADHAC, die den Familienangehörigen mit psychosozialem und juristischem Beistand zur Seite steht und diese bei der Suche nach den Vermissten unterstützt.

 

 

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  • Medien-Roundtable

    Im Vorfeld der internationalen Tagung „Hoffnung für die Menschenrechte in Mexiko?“ laden die DMRKM und die Heinrich-Böll-Stiftung Medienvertreter*innen zu einem Medien-Roundtable am 28. März 2019 von 14.00 bis 15.30 Uhr ein. Dabei soll es die Gelegenheit geben, nach einer kurzen Einführung und Vorstellung der mexikanischen Gäste mit diesen individuelle Interviews zu führen.

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    Wann? Samstag, 30.03.2019, 18:30 Uhr

    Eintritt frei!

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  • Rohstoffe gewinnen, Menschenrechte verlieren? Indigener Kampf um Landrechte und Umweltschutz in Mexiko

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