Willkommen auf der Website der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko
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Inhalt

Als Netzwerk haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere mexikanischen Partnerorganisationen in ihrem Streben nach Gerechtigkeit, Demokratisierung und Beachtung der Menschenrechte zu unterstützen 

Dabei konzentrieren wir uns auf drei Arbeitsbereiche:

 


Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation von Veranstaltungen und Vortragsreisen
  • Durchführung von Seminaren und Tagungen

Aktionen/Kampagnen zu ausgewählten Themen oder Fällen in Form von
  • „Urgent Actions“
  • Pressemitteilungen
  • Briefe an und Gespräche mit gewählten Mandatsträgern und politischen Institutionen

Politische Lobbyarbeit über diverse Kontakte, Schreiben, Reisen, Briefing usw.
  • Deutscher Bundestag, insbesondere Menschenrechtsausschuss und deutsch-mexikanische Parlamentariergruppe
  • Deutsche Bundesregierung
  • Europäisches Parlament (z.B. interparlamentarische Delegation EU-Mexiko)
  • Europäische Kommission
  • Deutsche Botschaft in Mexiko und Mexikanische Botschaft in Deutschland

 

Die Arbeit der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko ist derzeit vor allem auf die südmexikanischen Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas und Guerrero fokussiert. Diese haben innerhalb Mexikos den höchsten Anteil an indigener Bevölkerung. Zugleich weisen sie den höchsten Grad an Marginalisierung auf. Dies bedeutet, dass diese drei südmexikanischen Bundesstaaten sich durch einen besonders hohen Anteil an sehr armer Bevölkerung auszeichnen, durch hohe Analphabetenraten und durch mangelhaften Zugang zur Infrastruktur wie Trinkwasser etc. Dies führt zu einer starken Abwanderung in große mexikanische Städte, nach Nordmexiko sowie in die USA. Zugleich zeichnet sich der Süden Mexikos durch reichhaltige natürliche Ressourcen, eine große Biodiversität und kulturelle Vielfalt aus, was gerade diese Region attraktiv für wirtschaftliche Interessen sowie für große „Entwicklungsprojekte“ macht.

Die Benachteiligung der indigenen Bevölkerung, die Marginalisierung und Unzufriedenheit mit dem politischen System haben in den letzten Jahrzehnten immer wieder zu Protesten und sogar Erhebungen indigener und sozialer Bewegungen in diesen drei Bundesstaaten geführt. So wurde die zapatistische Befreiungsarmee EZLN, die sich gegen die Diskriminierung der indigenen Bevölkerung wehrt und die Demokratisierung Mexikos fordert, mit ihrem Aufstand 1994 auch international bekannt. Im Jahr 2006 erfuhr die zerschlagene Protestbewegung in Oaxaca, die aus einer breiten Bewegung von Gewerkschaften, sozialen und indigenen Organisationen bestand, und die sich gegen die Zustände im Bundesstaat Oaxaca wehrte, internationales Interesse und Solidarität. Das geplante Staudammprojekt „La Parota“ im Bundesstaat Guerrero hat dazu geführt, dass sich KleinbäuerInnen und Umweltschutzorganisationen zusammenschlossen, um sich gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen zu wehren.

Auf diese Proteste reagierten die Regierungen der Bundesstaaten sowie die mexikanische Regierung mit Verfolgung der Protestbewegungen, gewaltsamer Niederschlagung sowie mit einer Militarisierung dieser Regionen. Der Einsatz des Militärs im Inland zieht dabei oftmals weitere Menschenrechtsverletzungen nach sich. Diese werden häufig gar nicht oder nur mangelhaft untersucht und strafrechtlich verfolgt.

Über die gemeinsame Arbeit zu Oaxaca, Chiapas und Guerrero hinaus nehmen wir auch weitere Menschenrechtsverletzungen in anderen Teilen Mexikos in den Blick. Einige Mitgliedsorganisationen kooperieren zu Themen wie beispielsweise den Frauenmorden bzw. einzelnen Fällen von Menschenrechtsverletzungen. Auch die Deutsche Menschenrechtskoordination hat zu einer Vielzahl von Fällen, wie z.B. den Frauenmorden in Ciudad Juárez oder der Unterdrückung der Proteste in San Salvador Atenco Stellung bezogen.

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    CAREA e.V. führt zweimal jährlich Vorbereitungsseminare für den Einsatz als Menschenrechtsbeobachter*in in Chiapas/Mexiko durch. Das nächste Seminar findet vom 09.11. bis 12.11. und vom 07.12. bis 10.12.2017 in der Nähe von Kassel statt.

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